ANWENDUNG18. Februar 2025

Bargeldlose Zahlungen steigen – Durchschnittsbetrag sinkt; Deutsche nutzen immer öfter Karten

Die Deutschen gelten als Volk der Barzahler. Doch den täglichen Einkauf begleichen viele ohne Schein und Münze. Vor allem die Girocard werde viel genutzt – sagt Euro Kartensysteme.

Girocard mit Wallet-Pedant.
Euro Kartensysteme
Im vergangenen Jahr haben Verbraucher in Deutschland so häufig bargeldlos mit der Girocard bezahlt wie nie: 7,9 Milliarden Bezahlvorgänge mit der Plastikkarte zählte die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme (Website) und damit 5,6 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023.

Zunehmend nutzen Kundinnen und Kunden auch bei kleineren Beträgen an der Ladenkasse die Karte, die vielfach noch “EC-Karte” (wobei der Begriff Mastercard gehört) genannt wird. Daher sinkt seit Jahren der Durchschnittsbetrag, der mit der Girocard beglichen wird. 2024 lag der Betrag mit 38,85 (Vorjahr: 40,69) Euro erstmals unter der 40-Euro-Marke.

Die gesamten Umsätze mit der Girocard summierten sich nach Angaben von Euro Kartensysteme im vergangenen Jahr auf 307 Milliarden Euro und lagen damit um knapp ein Prozent höher als vor Jahresfrist (304 Mrd Euro).

Weiterer Schub für kontaktloses Bezahlen

Vor allem das schnelle Bezahlen im Vorbeigehen, das während der Corona-Pandemie als besonders hygienisch beworben wurde, ist zunehmend beliebt: Fast neun von zehn Zahlungen mit der Girocard werden kontaktlos abgewickelt. Im Dezember erreichte der Anteil der kontaktlosen Zahlungen mit 86,8 (Vorjahr: 83,9) Prozent einen neuen Höchstwert.

Während der Pan­de­mie hat die mit dem Gi­ro­kon­to ver­bun­de­ne De­bit­kar­te die Kon­takt­los­funk­ti­on in die brei­te Mas­se ge­bracht – nicht zu­letzt auf­grund ih­rer ho­hen Ver­brei­tung von rund 100 Mil­lio­nen aus­ge­ge­be­nen Karten.”

Euro Kartensysteme

Nach Einschätzung der Frankfurter Einrichtung ist das schnelle Bezahlen quasi im Vorbeigehen technisch an fast allen der inzwischen mehr als 1,2 Millionen Bezahlterminals im Einzelhandel hierzulande möglich.

Kontaktloses Bezahlen ist mit Girocards und Kreditkarten möglich, die einen sogenannten NFC-Chip besitzen. Außerdem kann mit einem Smartphone oder einer Smartwatch mit Diensten wie Apple Pay und Google Pay kontaktlos Geld übertragen werden. Die Daten zur Abwicklung der Bezahlung werden verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn Kunden Karte beziehungsweise Smartphone oder Smartwatch nah an das Gerät halten. Bei geringen Beträgen ist nicht einmal die Eingabe der Geheimnummer (PIN) nötig.dpa

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